Rituale geben Struktur, Orientierung, Sicherheit, Vertrauen, Präsenz, Stärke, Halt.
Glücksbringer sind haptisch-mentale Anker und stellen eine physische Verbindung zum Glück her. Sie bewirken, dass das Glück greifbar und somit spürbar ist. Ein Gefühl macht sich im Körper breit und lässt die Energie dahin ausrichten.
Energy flows where attention goes.
Heute ist ein Freitag. Mit dem Datum 13 auf dem Kalender. Und einige Menschen scheint ein Freitag der 13. zu verunsichern. Ich hab dazu so eine Idee: Wenn es möglich ist, dass Menschen an Freitag den 13. als Pechtag glauben, dann ist es doch auch möglich, dass sie es schaffen, an einen Freitag den 13. als Glückstag zu glauben.
Es beginnt im Innen. Mit der inneren Haltung. Also die Frage: wie anfällig bist du dem Außen gegenüber? Wie leicht lässt du dich beeinflussen, verwirren, verunsichern?
Das NDR2 Radio war interessiert an einem Interview zum Thema Rituale & Glücksbringer, basierend auf meinem Artikel im Netzwerk DIE SPORTPSYCHOLOGEN:
Das NDR2-Radio-Interview zum Nachhören kann ich erst kommende Woche anbieten. Ein bisschen mehr Hintergrund zum Thema gibt’s schon heute:
Rituale bewirken eine Verbindung – eine Verbindung zum Innen. Den Fähigkeiten, Leistungen, Kompetenzen, Stärken, Schwächen. Eine Verbindung zu dem, was in uns wohnt. Das innere Vertrauen, eine Höchstleistung im entscheidenden Moment und mit den gegebenen Rahmenbedingungen abzurufen.
Rituale minimieren bzw. vermeiden die Ablenkung durch das Außen – völlige Isolierung um maximal bei sich zu sein.
Stell dir vor, du bist Athlet und hast das erste und vielleicht einzige Mal die Chance an Olympia teilzunehmen. Diese Teilnahme ist für Athleten etwas ganz Besonderes. Und es ist neu. Es ist unbekannt. Unbekanntes weckt erstmal Unsicherheit. Das Nervensystem ist auf Alarm.
Worauf kann ich Vertrauen? – Auf mich.
Wer beruhigt mich? – Ich selbst.
Was beruhigt mich? – Ein Ritual.
Zum Beispiel durch:
- Atmung
- bestimmte Reihenfolge in der Vorbereitung – Anziehen/ Erwärmung
- Song
- Abklatschen mit dir, deinem Equipment, dem Trainer,… – Bsp Katharina Witt und Jutta Müller (Hand auf Hand)
- Meditieren
- Windtanz
- frühes Aufstehen (5 Uhr)
Rituale bringen uns in ein erstes Spüren auf dem Weg zum Ziel. An welcher Stelle im Prozess das beginnt, entscheidet jeder selbst. Wie oft im Prozess ein Ritual zum Einsatz kommt, entscheidet auch jeder selbst und hängt auch von dem Zeitfenster ab, in dem die Leistung zu erbringen ist.
Glücksbringer als mentalen & haptischen Anker:
- Stein
- Kette
- Armband
- Tattoo
- Handtücher
- Socken
- Sticker am Helm
- Handschuhe
- Maskottchen
- Oregami-Kranich aus Papier für Kreativität
- die Wundertätige Medaille (weiterführende Details: Wikipedia)
Für mich ein Paradebeispiel mit einer förmlichen Ritual-Zeremonie ist der legendäre Tennisspieler Rafa Nadal. Details dazu sind hier zusammengefasst, incl. Quellenangaben: Nadal und seine Rituale
